KategorieBurda

Cherry Lady

Haltet Euch fest! Hier kommt noch etwas aus meiner Burda-Sammlung. Der Schnitt ist aus einem der Nähjournale, leider weiß ich aber nicht mehr, welches es genau war. Das Schnittmuster gibt es mit Glück aber auch noch bei Burda zu kaufen.

Den Stoff für das Oberteil habe ich irgendwann einmal als Reststück gekauft. Ist es nicht ziemlich passend, die Kirschen mit diesem Schnitt zu vereinen? SONY DSC

Außerdem hat der Schnitt noch etwas, was ich liebe: Eine Schleife! Leider muss ich jetzt aufhören zu schreiben. Ich muss versuchen im Dezember irgendwoher frische Kirschen zu bekommen. Beim Nähen hatte ich schon das ständige Verlangen nach Kirschen, jedesmal wenn ich das Oberteil sehe kommt dieses Verlangen zurück.

Ich bin dann also mal einkaufen. Irgendwo…

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Dirndl up my life . Das Ende

Nachdem das Kleid fertig war, ging es mit weiterem Wahnsinn an die Schürze. Ich habe vor Jahren einmal einen Rock gesmokt. Und mich daran erinnert. Das Ergenbnis war einfach wunderschön und ich wollte einen smokteil auch an meiner Schürze haben.

img-20131010-wa0006Also habe ich mir meinen Stoff geschnappt, mit einer Schablone ein Raster aufgezeichnet und – schon wieder – Fäden gezogen. An den markierten Punkten habe ich die einzelnen Falten mit zwei oder drei Stichen fixiert. Im Gegensatz zur Rüsche habe ich hier aber nicht nach jedem Stich den Faden verknotet und abgeschnitten sondern diesen auf der linken Stoffseite innerhalb der Falten laufen lassen.

Die gezogenen Fäden durften nach Fertigstellung des gesmokten Teils auch wieder aus dem Stoff rausgezogen werden.

Um den Bund anzunähen, habe ich die Falten an der oberen Kante geordnet und in Form gelegt. Ich weiß nicht warum, aber davon habe ich gar keine Fotos gemacht. Vermutlich, weil ich so im Rausch war und die Fertigstellung schon greifbar vor mir hatte. An dem Bund ist das Bindeband mit einer Falte angesetzt. Damit die Schleife auch vorne gebunden werden kann, ist es entsprechend lang.

img-20131011-wa0004Anschließend habe ich den Saum unsichtbar per Hand angenäht und eine kurze Dirndlbluse aus Stickereibatist genäht. Der Schnitt für die Bluse war im Schnittmuster des Dirndls enthalten.

 

Ja und dann… Dann war ich fertig! Da die Weihnachtsfeier gleich am nächsten Tag war, habe ich es leider nicht mehr geschafft, schöne Fotos vom fertigen Dirndl zu machen. Und da ich inzwischen abgenommen habe und mir das Kleid zu groß ist, werde ich das vermutlich auch nicht mehr schaffen. Ich hoffe, Ihr seht es mir nach. Immerhin gibt es ja eins – auch wenn das ähnlich fertig aussieht, wie ich nach dem Nähen des Kleides…

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Dirndl up my life . Teil vier

Auf an die Rüsche!

Was braucht das Fräulein dafür? Erstmal ein paar Meter Satinband. Dann noch ein paar mehr Meter Satinband in einer anderen Farbe. Bei mir passend zum Kleid in rot und grün. Und wenn ich schon dabei bin, kann ich auch direkt die Schnürhaken passend zum Kleid anfertigen. So eine Schnürung vorne am Oberteil ist doch auch etwas schönes.

img-20130923-wa0005Also los. Ich habe erst einmal beide Bänder aufeinander gelegt und mittig zusammengenäht. Und direkt danach habe ich festgestellt, dass die Rüsche in eine ähnliche Arbeit ausarten könnte, wie der Rock. Aber gut. Irgendwas ist ja bekanntlich immer. Also habe ich mir eine gute DVD aus dem Regal gesucht, mein Stecknadeln, Handmaß und das Band genommen und mich aufs Sofa verzogen. Um Falten zu legen. Viele Falten um genau zu sein. Damit es eine schöne „dirndltypische“ Borte wird, habe ich Kellerfalten in das Band gelegt. Vorher habe ich ausprobiert, wie tief die Falten sein müssen. Mit einem verstellbaren Handmaß geht das Abmessen dann auch einfach, da dann nur noch an der Markierung angelegt werden muss und umgefaltet wird. Also wirklich etwas, für vor dem Fernseher, da man auch nicht zu genau hinsehen muß.img-20131005-wa0003

Ich weiß jetzt nicht mehr, wie viele Meter Band ich verarbeitet habe um die Falten am Ende um den Ausschnitt laufen zu lassen. Ich weiß aber noch, was ich weiter mit dem Faltenband gemacht habe. Ich habe es erneut unter die Nähmaschine gelegt, um die Falten noch einmal längs festzunähen. Anschließend habe ich es per Hand um den Ausschnitt genäht und die Falten aufgestellt. Jede der Falten habe ich mit zwei oder drei kleinen Stichen per Hand fixiert.

Da ich auch das nicht an einem Abend geschafft habe, habe ich auch mehr als nur einen Film dabei gesehen. Zur Entspannung habe ich anschließend noch die Miederhaken mit passenden Straßsteinen versehen und an das Oberteil genäht. Um die Haken wird dann ein Band der Rüsche gelegt und unten mit einer Schleife geschlossen.

Und was soll ich sagen: Damit war das Kleid selber fertig. Ich habe es erst einmal ein wenig erstaunt angesehen und es für irgendwie komisch befunden. Aber kein Wunder: Die Schürze fehlte ja noch.

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Dirndl up my life . Nummer drei

Eine ähnlich lange Pause, wie vom letzten Dirndl-Beitrag bis jetzt habe ich gefühlt nach der Fädenzieherei auch gebraucht, um mich davon zu erholen. Tatsächlich habe ich mir einen freien Abend gegönnt und in der Zeit mal einfach nur entspannt. Und mir Gedanken darum gemacht, was die nächsten Schritte daran sein sollten.

Zur Auswahl standen: Rock an Oberteil nähen, Rüsche vorbereiten, Schürze smoken, wahnsinnig lachend im Kreis rennen. Irgendwie sind mir alle Optionen ähnlich gut vorgekommen. Entschieden habe ich mich dann aber dafür, den Rock an das Oberteil zu nähen. Dafür musste dieser erst einmal möglichst eng an den Fäden zusammengeschoben werden. Wie sich übrigens rausgestellt hat, habe ich sehr viel Stoff im Rock verarbeitet und es gerade eben so hin bekommen, diesen auf Taillenweite zu fälteln. Durch die gewaltige Menge an Stoff wurde es leider auch etwas schwierig, den Rock mit der Maschine anzunähen, es ist mir auch nicht ganz gleichmäßig gelungen. Da aber später die Schürze über dem Rock ist, habe ich es nicht weiter verändert.

20131004_215202Beim Annähen des Rocks war dieser vorne noch offen. Ich habe nach der Taillennaht die vordere Naht am Rock so weit geschlossen, dass ich einen bequemen Einstieg in das Kleid habe. Anschließend habe ich das Futter nach dem Schnitt vom Oberteil geschnitten und genäht und in das Kleideroberteil genäht. An der vorderen Kante und der Taillenkante habe ich das Futter per Hand eingenäht. Dabei habe ich vorne an der Kante noch Haken und Ösen mitgefasst zum Schließen. Für mein Dirndl habe ich mir einen eher klassischen Verschluss überlegt anstelle eines Reißverschlusses.

Da ich dem Wahnsinn immer noch eher nahe war, habe ich für diesen Abend dann auch wieder „Feierabend“ gemacht, das Kleid auf die Schneiderpuppe gehängt und bin einfach schlafen gegangen. Ja, das noch tobende Chaos im Wohnzimmer habe ich einfach ignoriert. Wie zu erwarten war, hat es mich am nächsten Tag auch schon wieder erwartet. So ist das Chaos. Sehr freundlich und immer für mich da…

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…und die beiden Antons (zum Zweiten)

Bevor ich ins Bett gehe kommt hier jetzt noch schnell der zweite Anton.
Diesmal ein wenig weiblicher mit angeschnittenen Flügelärmelchen, einem V-Ausschnitt und den Verschluss vorne mit Knöpfchen und Schlingen.

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Der Stoff ist der selbe Batist den ich auch schon beim ersten Anton verwendet habe.
Es wundert Euch jetzt sicherlich nicht, dass der Schnitt für diese Bluse auch wieder von Burda ist. Ich habe ihn unverändert benutzt. Die Knöpfchen habe ich glücklicherweise in fast dem richtigen Blau bekommen können, so dass ich hier keine überziehbaren Knopfrohlinge verwenden musste.
Leider habe ich auch bei diesem Anton nach dem ersten Tragen festgestellt, das ich darin einfach nicht gut aussehe. In Zukunft kaufe ich keine Stoffe mehr, die ich zwar toll finde, aber zu meinem Teint nicht passen.

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Dirndl up my life . Zum Zweiten

Nächster Tag, neue Motivation, ran an’s Dirndl!
Oder so.
Zugegeben war ich zwar motiviert, aber zwischen mit und dem Nähen standen noch Kleinigkeiten wie “der Haushalt” und “Die Mägen auf vier Pfoten ™”. Also habe ich erst einmal die Küche und das Bad gut aussehen lassen, die Katzen gefüttert (und das, was das deren essen so mit sich bringt gesäubert) und mich selber gewaschen. Wenn man die Pflicht hinter sich gelassen hat, näht es sich ja auch viel besser.

Zunächst habe ich das Oberteil einmal zusammen genäht. In meiner ersten Überlegung wollte ich den Verschluss von meinem Kleid unsichtbar unter einem Arm annähen. Ich habe mich aber schnell überzeugen lassen, das ein Verschluss vorne bei so einem Dirndl doch viel schöner aussieht, also bin ich von meinem Reissverschluss und dem seitlichen Verschluss abgekommen.

Ausserdem finde ich Paspeln wahnsinnig schön an so einem schicken Kleid. Da ich von einem anderen Projekt noch etwas farblich passendes im Schrank liegen hatte, konnte ich die Paspel schön an die Teilungsnähte vom Vorder- und Rückenteil einnähen.


Auf dem Bild ist noch die ursprünglich geplante Variante zu sehen, das habe ich als ich mit dem Rock so weit war, das ich ihn ansetzen konnte noch schnell wieder geändert.

Ach ja, der Rock…!

Die wahnsinnige Schneiderin (also ich) hat sich überlegt, das ein einfach eingekräuselt angesetzter Rock ja sehr langweilig ist und das auch schöner geht. An der Stelle kommt übrigens der Karostoff zum Einsatz von dem ich schon gesprochen habe. Passt also gut auf.

Ich habe mich für eine gute altmodische Handarbeit entschieden, das Stifteln. Dafür werden per Hand ein paar parallele Garnfäden sehr gleichmässig in den Stoff eingezogen und der Stoff dann auf die Weise in ziemlich kleine Falten gelegt. Wenn ich jetzt Handarbeit sage, ist das tatsächlich auch so gemeint.SONY DSC

Zuerst habe ich den karierten Stoff auf die linke Stoffseite der Rockbahnen gelegt. Ich habe für meinen Rock drei volle Stoffbahnen verwendet, also am Ende einen Saumumfang von etwa 4,3 Metern. Entsprechend musste ich den karierten Stoff (der wird für diese Verwendung auch “Hansel” genannt) auch lang genug schneiden, in dem Fall also auch drei Stücke über die gesamte Breite von dem Hanselstoff. Ich habe die Nähte vom Hansel nicht auf die Rocknähte gelegt, da ich ansonsten zu viel Stoff übereinander liegen gehabt hätte. Das wäre nicht schön geworden am fertigen Rock.

Da der Hansel ja kariert ist, konnte ich einfach die Karos nutzen um so schöne gleichmässige Reihen zu “nähen”. Ich habe mich für sechs Reihen Garn entschieden, das ist für mein Kleid breit genug. Wer möchte (und wahnsinnig genug ist) kann natürlich auch noch mehr Reihen ziehen, um so breiter wird das gestiftelte am Ende auch.
Ich habe (wie auf dem Bild zu sehen) zwischendurch einfach mal “probegezogen” um zu sehen, ob mir die Breite schon gefällt oder ob ich noch mehr machen muss. Natürlich bin ich nicht unter meiner geplanten Fadenmenge weg gekommen.

Für die ganze Fädenzieherei habe ich übrigens dreieinhalb Fernsehabende gebraucht. Solltet Ihr so etwas auch machen wollen – legt Euch genug Filme bereit, Ihr werdet sie brauchen.

…und die beiden Antons (zum Ersten)

SONY DSCHier die nächste Bluse. Warum Anton? Ganz klar… nachdem ich Pünktchen fertig hatte
habe ich mit den beiden blau gepunkteten Blusen angefangen. Was gehört zu Pünktchen? Ganz klar: Anton. Zumindest einem alten Kinderbuchklassiker nach. Bei mir gibt es aber gleich zwei Antons.

Dieser Anton ist aus blaugetupften Baumwollbatist. Der Schnitt ist ebenfalls aus einem Burda Modejournal, zusätzlich zu dem Batist kam noch ein bisschen Vlieseline und natürlich die blauen Knöpfe dazu.
Etwas aufwändiger zu nähen war der Bieseneinsatz im Vorderteil. Die abgesteppten Falten wiederholen sich auch im Rücken noch einmal unterhalb der Passe.SONY DSC
Leider hatte ich noch keine Gelegenheit, den Anton zu tragen, weshalb er jetzt im Schrank wohnt und auf den nächsten Frühling wartet.

Der Frühling kam übrigens schon. Und ich musste feststellen, das Anton mir leider gar nicht steht. Ich habe ihn dann in Freiheit entlassen und gespendet. Sicher hat er eine hübsche neue Besitzerin gefunden.

 

Pünktchen

Was macht Frau wenn sie mal wieder Blusen braucht? Richtig – sie guckt, was noch an Stoffen im Schrank liegen, durchsucht ihre Burda-Sammlung und fängt an munter drauf los zu nähen.

Natürlich reicht es nicht, nur eine einzige Bluse zu nähen (oder auch nur zu haben, aber das ist ein anderes Thema) also wird daraus gleich eine Serienproduktion, bei der am Ende fünf neue Blusen in den Kleiderschrank einziehen.

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Damit ich Euch nicht überfordere, gibt es für jede neue Bluse einen eigenen Beitrag, ich beginne mit Pünktchen. Woher die Bluse ihren Namen bekommen hat, ist für jeden sicher auf den ersten Blick zu erkennen. Sie hat *tadaaa* Pünkchen. Rot auf weissem Grund. Eigentlich ziemlich niedlich hat der Stoff mindestens fünf Jahre bei mir im Schrank gut ablagern dürfen. Geplant war es übrigens, daraus eine Bluse im 50er-Jahre-Stil zu nähen mit Bubikragen und was dazu gehört. Aber es kommt ja häufig anders als geplant. Ganz besonders bei gut abgelagerten Stoffen.

Verwendet habe ich einen Schnitt aus einem älteren Burda-Modemagazin. Das hatte ich eine Zeit lang im Abo und daher einige Ausgaben davon hier liegen. Manchmal von Vorteil wie ich finde. Neben dem Batist (Baumwolle-Polyester-Mischung) habe ich ein bisschen Vlieseline verwendet und überziehbare Knöpfe von Prym. Leider ist nach dem zweiten Waschen direkt einer der Knöpfe wieder aufgegangen. WSONY DSCenn irgendwer bessere Knopfrohlinge empfehlen kann: nur zu, ich wechsel die Marke was das angeht nur zu gerne! Einmal habe ich sie schon im Büro getragen und sie hat sich als ein wenig bauchfrei herausgestellt. Ich werde also unbedingt noch einen roten hoch geschnittenen Bleistiftrock dazu nähen müssen glaube ich. Unbedingt.