KategorieBluse

Tulpen im Winter

Meine allerliebste Anna von Anniway Schnittmuster hat wieder einmal zum Probenähen gerufen. Und wieder einmal konnte ich nicht nein sagen und habe mich um einen Platz in ihrem Team beworben.

Da bei mir dieses mal noch zwei Wochen Urlaub mitten in der Probenähphase waren, konnte ich mich leider nicht ganz so aktiv an den ganzen Passformchecks beteiligen und war auch eher spät dran mit nähen. Das tut mir auch immer noch unglaublich leid, auch wenn der Urlaub schon fast genau einen Monat beendet ist. Somit habe ich es also nur geschafft, ein Oberteil zu nähen und die Anleitung sehr gründlich durchzulesen und bunt bei den Fehlern anzumalen und mit Anmerkungen zu versehen. Ein bisschen am kreativen Prozess war ich also auch beteiligt.

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Jetzt aber zu dem wunderschönen Oberteil. Ich hatte von meinem Einkauf in Solingen noch eine Viscose-Polyester-Mischung (jedenfalls denke ich das) hier liegen. Durch den schönen Fall des Stoffes ist dieser Ideal für das Oberteil mit der Wasserfallfalte. Je schöner der Fall des Stoffes ist, um so schöner fällt entsprechend auch die Falte.

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Das Oberteil selber braucht zwar relativ viel Stoff für das Vorderteil, es ist aber dafür auch in Rekordzeit genäht. Ich habe es an einem Abend geschafft. Abgesehen von der ärmellosen Variante gibt es noch die Wahl zwischen kurzen Ärmeln und längeren Ärmeln. Außerdem kann man das Oberteil und die Ärmeln wahlweise auch mit Bündchen oder (wie bei mir) ohne Bündchen nähen. Abgesehen von weich fallender Webware, Chiffon oder Crepe eignet sich auch Jersey noch hervorragend für das Oberteil. Dass es zusätzlich auch noch unglaublich angenehm zu tragen ist brauche ich gar nicht erst erwähnen. Bis jetzt habe ich noch keinen Schnitt von Anniway erlebt, der dies nicht gewesen wäre.

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Jetzt habe ich Euch sicherlich genug Appetit auf die Tulip gemacht und ihr wollt wissen wo ihr sie her bekommt, richtig? Natürlich auf der Seite von Anniway Schnittmuster oder bei Makerist. Und soll ich Euch noch etwas verraten? Schnell sein lohnt sich! Noch bis zum 23. Dezember ist jeder Schnitt bei Ihr zum Sonderpreis erhältlich.

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Und noch ein ganz großes Dankeschön geht an Verwünscht Fotografie für die tollen Fotos. Seitdem weiß ich, wie man es schafft eine Rolltreppe lange genug anzuhalten um Fotos zu machen. Und wo bei dieser speziellen Treppe der Kontakt ist, der das Fehlerprogramm auslöst damit man ohne Probleme durch die Lichtschranke turnen kann. Vermutlich werde ich dieses Wissen nie wieder brauchen, aber schaden wird es wohl auch nicht. Und die fünf Grad Außentemperatur sieht man den Bildern auch nicht an.

Baumwolle trifft Seide

…und wird zur Bluse.

Nachdem ich festgestellt habe, dass ich zu einem Baumwolldruck vom Stoffmarkt einen farblich passenden Seidensatin im Stoffregal liegen hatte, haben mich beide Stoffe gemeinsam überredet. Sie wollten eine Bluse werden. Ein Wunsch, den ich nur sehr gerne umgesetzt habe. Ich habe also beide Stoffe neben meine Burda-Sammlung gelegt und darauf gewartet, dass sie mir auch noch verraten, welche Bluse genau sie werden wollen. Leider waren sie dabei aber nicht sehr kooperativ. Also habe ich dann doch selber die Schnitte durchgesehen und mich dann für eins entschieden.

Der Schnitt hat wunderschöne kleine Details, wie die Schleifchen an den Puffärmeln und das Bindeband in der Taille. Ein Schnitt also, der schön zu dieser Stoffkombination passt.

Natürlich könnte ich die Bluse jetzt in schönsten Worten beschreiben oder aber ich zeige sie Euch. Und ich weiß, dass ihr gerne Bilder guckt. Also kommen jetzt ein paar davon.

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…und die beiden Antons (zum Zweiten)

Bevor ich ins Bett gehe kommt hier jetzt noch schnell der zweite Anton.
Diesmal ein wenig weiblicher mit angeschnittenen Flügelärmelchen, einem V-Ausschnitt und den Verschluss vorne mit Knöpfchen und Schlingen.

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Der Stoff ist der selbe Batist den ich auch schon beim ersten Anton verwendet habe.
Es wundert Euch jetzt sicherlich nicht, dass der Schnitt für diese Bluse auch wieder von Burda ist. Ich habe ihn unverändert benutzt. Die Knöpfchen habe ich glücklicherweise in fast dem richtigen Blau bekommen können, so dass ich hier keine überziehbaren Knopfrohlinge verwenden musste.
Leider habe ich auch bei diesem Anton nach dem ersten Tragen festgestellt, das ich darin einfach nicht gut aussehe. In Zukunft kaufe ich keine Stoffe mehr, die ich zwar toll finde, aber zu meinem Teint nicht passen.

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…und die beiden Antons (zum Ersten)

SONY DSCHier die nächste Bluse. Warum Anton? Ganz klar… nachdem ich Pünktchen fertig hatte
habe ich mit den beiden blau gepunkteten Blusen angefangen. Was gehört zu Pünktchen? Ganz klar: Anton. Zumindest einem alten Kinderbuchklassiker nach. Bei mir gibt es aber gleich zwei Antons.

Dieser Anton ist aus blaugetupften Baumwollbatist. Der Schnitt ist ebenfalls aus einem Burda Modejournal, zusätzlich zu dem Batist kam noch ein bisschen Vlieseline und natürlich die blauen Knöpfe dazu.
Etwas aufwändiger zu nähen war der Bieseneinsatz im Vorderteil. Die abgesteppten Falten wiederholen sich auch im Rücken noch einmal unterhalb der Passe.SONY DSC
Leider hatte ich noch keine Gelegenheit, den Anton zu tragen, weshalb er jetzt im Schrank wohnt und auf den nächsten Frühling wartet.

Der Frühling kam übrigens schon. Und ich musste feststellen, das Anton mir leider gar nicht steht. Ich habe ihn dann in Freiheit entlassen und gespendet. Sicher hat er eine hübsche neue Besitzerin gefunden.

 

Pünktchen

Was macht Frau wenn sie mal wieder Blusen braucht? Richtig – sie guckt, was noch an Stoffen im Schrank liegen, durchsucht ihre Burda-Sammlung und fängt an munter drauf los zu nähen.

Natürlich reicht es nicht, nur eine einzige Bluse zu nähen (oder auch nur zu haben, aber das ist ein anderes Thema) also wird daraus gleich eine Serienproduktion, bei der am Ende fünf neue Blusen in den Kleiderschrank einziehen.

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Damit ich Euch nicht überfordere, gibt es für jede neue Bluse einen eigenen Beitrag, ich beginne mit Pünktchen. Woher die Bluse ihren Namen bekommen hat, ist für jeden sicher auf den ersten Blick zu erkennen. Sie hat *tadaaa* Pünkchen. Rot auf weissem Grund. Eigentlich ziemlich niedlich hat der Stoff mindestens fünf Jahre bei mir im Schrank gut ablagern dürfen. Geplant war es übrigens, daraus eine Bluse im 50er-Jahre-Stil zu nähen mit Bubikragen und was dazu gehört. Aber es kommt ja häufig anders als geplant. Ganz besonders bei gut abgelagerten Stoffen.

Verwendet habe ich einen Schnitt aus einem älteren Burda-Modemagazin. Das hatte ich eine Zeit lang im Abo und daher einige Ausgaben davon hier liegen. Manchmal von Vorteil wie ich finde. Neben dem Batist (Baumwolle-Polyester-Mischung) habe ich ein bisschen Vlieseline verwendet und überziehbare Knöpfe von Prym. Leider ist nach dem zweiten Waschen direkt einer der Knöpfe wieder aufgegangen. WSONY DSCenn irgendwer bessere Knopfrohlinge empfehlen kann: nur zu, ich wechsel die Marke was das angeht nur zu gerne! Einmal habe ich sie schon im Büro getragen und sie hat sich als ein wenig bauchfrei herausgestellt. Ich werde also unbedingt noch einen roten hoch geschnittenen Bleistiftrock dazu nähen müssen glaube ich. Unbedingt.